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Ein Tag am Strand von Famara macht dich zu einem besseren Menschen. Das ist eine steile These. Aber ich kann das erklären.

Es ist Januar, eigentlich Hochsaison, ein wolkenloser blauer Tag mit deutlich über 20 Grad. Der Strand von Famara ist nicht überlaufen, niemand hat es eilig, nur einige Surfer, die gerade aus dem Flieger gestiegen sind, wollen noch vor Sonnenuntergang die Wellen testen. Geschenkt, es ist ihr erster Tag. Let them have it.

Famara kann das nichts anhaben, dir auch nicht. Die Welt ist weit weg, die Wellen kommen und gehen. Es gibt nichts, weshalb du dir Sorgen machen müsstest. Politik, Alarmstimmung und möglicher Weltuntergang spielen am Rande der Welt keine Rolle.

Davor ist nichts und danach kommt nirgendwo

Der Küstenort La Caleta de Famara könnte aus einem Western stammen. Davor ist nichts und danach kommt nirgendwo. Er besteht aus kaum mehr als einer Hauptstraße, wenigen Häuserzeilen, ein paar Restaurants und Surfshops. In den Seitenstraßen steht das eine oder andere Fischerboot. Über allem thront der steile Bergrücken der Risco de Famara, der an seiner höchsten Stelle fast 700 Meter erreicht.

Du brauchst hier nicht viel. Eine Windjacke vielleicht. Die Gezeiten bestimmen, wie breit der Strand ist. Strand und Dünen trennt ein Band aus Steinen, die von Wind und Wetter geschliffen sind. Bei starkem Wind musst du vor dem fliegenden Sand in die Dünen zu den aus Steinen aufgeschichteten Windschutzen fliehen. Bei schwachem Wind ist Famara einer der entspanntesten Plätze der Welt.

Es gibt auf Lanzarote viele Orte, die außerirdisch wirken. In Famara ist es nicht so dramatisch. Es ist nur der Rand der Welt. Und ihr Ende muss irgendwo hinter der Insel La Graciosa beginnen, die vom Strand gerade noch zu sehen ist.

Würde man Famara hassen, wenn man hier ein paar Monate festsäße? Nur ungezähmte Natur, Wind, Wellen und Sand um dich herum, dazu ein paar Steine und in der Ferne Vulkankegel.

Wellen kommen und gehen

So reiht sich ein Tag an Tag an den anderen. Ohne Bedeutung. Keine Sinnsuche nötig, nur der Wind, der dir durch die Haare weht, und Wellen, die kommen und gehen.

Wem das nicht genügt, dem ist nicht zu helfen.

Ehrlich gesagt, das wäre wahrscheinlich der beste Chillout deines Lebens.

Famara entzaubert sogar anstrengende Fragen wie „Warum bist du hier?“

Gegenfrage: Warum solltest du nicht hier sein?

Oder mit John Belushi:

To be, to be
Sure beats the shit
Out of not to be

Alles ist besser nach einem Tag am Strand von Famara.

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